Überblick
Ein neues Ensemble für Basel
Das Basler Lindenhofareal liegt zwischen Münchensteiner-, Nauen- und Lindenhofstrasse. Das denkmalgeschützte Lonza-Hochhaus und zwei neue, gleichhohe Türme bilden künftig ein architektonisches Ensemble. Das Areal schafft Raum für einen grosszügigen, biodivers gestalteten und öffentlich zugänglichen Begegnungsort.
Die drei Türme
Die Neubauten nehmen das Erscheinungsbild und die architektonischen Grundmotive des denkmalgeschützten Lonza-Hochhauses auf, entwickeln diese aber eigenständig weiter. Das bestehende Hochhaus bleibt als eigenständiges Baudenkmal erkennbar.
Lonza-Hochhaus | 11’300 m² Geschossfläche oberirdisch:
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Neubauten | 32’350 m² Geschossfläche oberirdisch:
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Lonza-Hochhaus: Sanierung eines prägenden Architekturbaus
Das 1960 fertiggestellte Lonza-Hochhaus gehört zu den prägenden Bauten der Basler Nachkriegsmoderne. Es steht zusammen mit Teilen der Umgebung unter Denkmalschutz.
Die Sanierung erfolgt in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege und erneuert die Gebäudetechnik und verbessert Wärmeschutz, Brandschutz und Komfort. Wo immer möglich bleiben bestehende Bauteile erhalten. Die Gebäudehülle wird sorgfältig instandgesetzt und an heutige Anforderungen angepasst.
Im Inneren wird das geschützte Foyer aufgefrischt. Auf den übrigen Stockwerken entstehen zeitgemässe, flexibel nutzbare Arbeitswelten. So kann Lonza ihren Hauptsitz langfristig auch an sich verändernde betriebliche Bedürfnisse anpassen.
Neubauten: Abwechslungsreich wohnen und arbeiten
Die beiden Neubauten schaffen insgesamt 215 Mietwohnungen für unterschiedliche Bedürfnisse. Ein Viertel der Wohnflächen umfasst preisgünstige Wohnungen. Ergänzt werden die Mietwohnungen durch zusätzliche Büroflächen für Lonza und weitere Gewerbe- und Dienstleistungsangebote. Die Mischung sorgt dafür, dass das Areal tagsüber und abends genutzt wird.
In den Erdgeschossen sind publikumsorientierte Angebote vorgesehen. Dazu gehört eine Gastronomienutzung im grosszügigen Lonza-Forum.
Freiraum und Natur
Ein Gewinn für Menschen und die Artenvielfalt
Der heute weitgehend versiegelte Arealkern wird entsiegelt, begrünt und ökologisch aufgewertet. Zwischen den drei Hochhäusern entsteht ein öffentlicher, grosszügiger Freiraum mit einheimischen Bäumen, Grünflächen, Wegen und Aufenthaltsbereichen. Belebte Bereiche wechseln sich mit Rückzugsorten ab.
Der dichtgrüne Parkrand und die geschützte Böschung entlang der Nauenstrasse bleiben erhalten. Der Baumbestand wird ergänzt und Grünflächen und attraktive Aufenthaltsbereiche verbessern die Biodiversität und das Mikroklima auf dem Areal.
Energie und Nachhaltigkeit
Strom von der Hochhausfassade
Für die Neubauten wird die Zertifizierung SNBS Gold angestrebt, für das denkmalgeschützte Lonza-Hochhaus SNBS Silber mit dem Zusatz Denkmalschutz. Der etablierte Nachhaltigkeitsstandard berücksichtigt ökologische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Qualitäten über den gesamten Lebenszyklus.
- Photovoltaikanlagen an den Fassaden der Neubauten zur Deckung eines grossen Teils des Energieverbrauchs auf dem Areal.
- Entsiegelung, Regenwasserbewirtschaftung und versickerungsfähige Flächen im Sinne der Schwammstadt.
- Erhalt des grünen Parkrands und Ergänzung des Baumbestands.
- Langlebige, flexible und ressourcenschonende Gebäudestrukturen.
Mobilität
Eine verkehrsfreie Arealmitte
Das Lindenhofareal ist mit Bahn, Tram, Bus, Velo und zu Fuss sehr gut erreichbar. Das Mobilitätskonzept nutzt diese zentrale Lage, stärkt den Fuss- und Veloverkehr und vernetzt das Areal mit dem Quartier.
Die Arealmitte bleibt vollständig verkehrsfrei. Vorgesehen sind 900 Veloabstellplätze. Hinzu kommen 190 Autoabstellplätze (9 davon oberirdisch) sowie 33 Motorradabstellplätze. Die Zahl der Autoabstellplätze liegt dank reduzierter Platzzahl für die Mietwohnungen deutlich unter den maximal zulässigen 306.
Die Mobilitätsplanung wurde mit den zuständigen kantonalen Fachstellen und Interessenvertretungen abgestimmt.
Baueingabe
Die Projektträgerschaft reicht die Baugesuche für die Sanierung des Lonza-Hochhauses sowie für die beiden Neubauten ein.
Optimierung
Seit Abschluss des Studienauftrags wurde das Projekt architektonisch, technisch, ökologisch und betrieblich vertieft.