Überblick
Arealcharakter erhalten und zugänglich machen
Der geltende Bebauungsplan für das Lindenhofareal sieht vor, das denkmalgeschützte Lonza-Hochhaus durch zwei sorgfältig gesetzte und gestaltete Hochhäuser von gleicher Höhe und mit einem ausgewogenen Nutzungsmix aus Wohnen und Arbeiten zu ergänzen. Die Konzentration auf drei einzelne Bauten ermöglicht Aussenräume, die optimal aufgewertet, in das Quartier eingebunden und öffentlich zugänglich gemacht werden können.
Die Projektträgerschaft möchte den Charakter des Lindenhofareals mit dem Projektvorschlag von Miller & Maranta bewusst weiterführen, indem der bestehende, dichtgrüne Parkrand erhalten bleibt. Der bisher vor allem versiegelte Kern des Areals wird bezüglich Biodiversität und Klimaverträglichkeit nachhaltig aufgewertet.
Lonza-Hochhaus: Sanierung eines prägenden Architekturbaus
Das 1960 fertiggestellte Lonza-Hochhaus gehört zu den prägenden Bauten der Basler Nachkriegsmoderne. Es steht zusammen mit Teilen der Umgebung unter Denkmalschutz.
Die Sanierung erfolgt in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege und erneuert die Gebäudetechnik und verbessert Wärmeschutz, Brandschutz und Komfort. Wo immer möglich bleiben bestehende Bauteile erhalten. Die Gebäudehülle wird sorgfältig instandgesetzt und an heutige Anforderungen angepasst.
Im Inneren wird das geschützte Foyer aufgefrischt. Auf den übrigen Stockwerken entstehen zeitgemässe, flexibel nutzbare Arbeitswelten. So kann Lonza ihren Hauptsitz langfristig auch an sich verändernde betriebliche Bedürfnisse anpassen.
Freiraum und Natur
Ein Gewinn für Menschen und die Artenvielfalt
Der heute weitgehend versiegelte Arealkern wird entsiegelt, begrünt und ökologisch aufgewertet. Zwischen den drei Hochhäusern entsteht ein öffentlicher, grosszügiger Freiraum mit einheimischen Bäumen, Grünflächen, Wegen und Aufenthaltsbereichen. Belebte Bereiche wechseln sich mit Rückzugsorten ab.
Der dichtgrüne Parkrand und die geschützte Böschung entlang der Nauenstrasse bleiben erhalten. Der Baumbestand wird ergänzt und Grünflächen und attraktive Aufenthaltsbereiche verbessern die Biodiversität und das Mikroklima auf dem Areal.
Mobilität
Ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltig
Im Rahmen der Bebauung des Lindenhofareals werden die Nachhaltigkeitsstandards SNBS-Areal respektive SNBS-Hochbau Stufe Gold berücksichtigt. Diese Standards umfassen sowohl ökologische, soziale als auch wirtschaftliche Aspekte.
Ein grosses Augenmerk gilt dem Erhalt und der Ergänzung des Grünraums sowie der Verbesserung der Biodiversität. Auch das Mikroklima ist integraler Bestandteil der Planung. So wird im Vergleich zur heutigen Situation beispielsweise der Anteil an Flächen erweitert, über die das Regenwasser versickern kann und die somit auch weniger stark zur Erwärmung der Umgebung beitragen.
Mobilität
Übergeordnete Verkehrsplanung sicherstellen
Das Lindenhofareal ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden und liegt in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof SBB/SNCF. Die Planung im Sinne aller Verkehrsteilnehmender erfolgt in direktem Austausch mit den verantwortlichen Stellen des Kantons.
In der Verkehrsplanung ist auch die Lärmbelastung ein wichtiges Thema. Beides wurde mittels Verkehrsgutachten durch externe Spezialistinnen und Spezialisten bereits in der Testplanung untersucht und ist in den neuen Bebauungsplan miteingeflossen. Darüber hinaus wird ein Mobilitätskonzepts erstellt, um eine übergeordnete und nachhaltige Verkehrsplanung für alle Verkehrsteilnehmenden, insbesondere auch für Fussgängerinnen und Velofahrer, sicherzustellen. Die Haupterschliessung für den motorisierten Individualverkehr wird von der Lindenhofstrasse her erfolgen.
Baueingabe
Die Projektträgerschaft reicht die Baugesuche für die Sanierung des Lonza-Hochhauses sowie für die beiden Neubauten ein.
Optimierung
Seit Abschluss des Studienauftrags wurde das Projekt architektonisch, technisch, ökologisch und betrieblich vertieft.